Unternehmenschronik
Die Geschichte der Holzschnitzerei PEMA
Johann Dominik Mahlknecht
*1793 in St. Ulrich in Gröden, †1876 in ParisJohann Dominik Mahlknecht, geboren am 13. November 1793 auf dem Rainellhof in St. Ulrich in Gröden, lernte bereits als Kind das Bildschnitzen. Sein Vater erkannte das herausragende Talent des Jungen schnell und schickte ihn schon bald zu bekannten Schnitzern, die ihn besser ausbilden konnten, als der Vater selbst. Dominik wanderte daraufhin nach Frankreich aus, um sich dort ganz der Bildhauerkunst zu widmen. In Lyon verdiente er mit dem Verkauf einiger kleiner Arbeiten gerade genug, um weiterzuziehen nach Paris, um sich dort dem Studium großer Kunstwerke widmen zu können.
1812 trifft er in Nantes auf den Künstler Joseph Debay (1779-1863), für den er mehrere Aufträge übernimmt, die ihm schnell zur Selbstständigkeit und einem hervorragenden Ruf verhelfen. Am 4. September 1826 ernennt ihn der französische König Karl X zum „Bildhauer seiner Königlichen Hoheit" und stellt ihm ein Atelier am Quai D'Orsay Nr. 9 in Paris zur Verfügung.
Luis Mahlknecht
*29.01.1910 in St. Ulrich in Gröden, †03.03.2000Luis Mahlknecht, geboren am auf dem Rainellhof in St. Ulrich in Gröden, erlernte das Handwerk bereits als kleiner Junge, um seine Familie finanziell unterstützen zu können. Bera Luis da Rainell, wie er in seinem Heimattal auch genannt wurde, galt dort schon bald als begnadeter Maler.
Zahlreiche Maler und Malerinnen aus dem ganzen Grödnertal suchten ihn als Lehrer und Mentor auf und zeitweise unterrichtete Luis bis zu 100 Künstler gleichzeitig. In den 50er Jahren führte er eine gänzlich neue Methode zum Bemalen von holzgeschnitzten Figuren ein: Das Lasieren mit Ölfarbe.
Peter und Gertrud Mahlknecht
1969 Gründung der Firma PEMAPeter Mahlknecht erlernte unter der Obhut seines Vaters Bera Luis da Rainell das Handwerk. Er befasste sich zunächst mit der Entwicklung von neuen Motiven. Um der starken Nachfrage nach besonderen Holzschnitzereien gerecht zu werden, gründete er 1969 zusammen mit seiner Frau Gertrud die Firma PEMA, in der er von nun an seine Ideen verwirklichen sollte.
Ihr Traum war es eine Werkstatt aufbauen, in der sie die verschiedensten Kunstwerke erschaffen konnten und die Möglichkeit hatten, ihre Kunst in ihrer ganzen Vielfalt zu zeigen. Peter Mahlknecht richtete sein besonderes Augenmerk auf die Einzigartigkeit und Perfektion einer jeden Figur und arbeitete mit leidenschaftlicher Hingabe an ihrer Vervollkommnung. Die Werke der Firma PEMA gelten bis heute bei Fachmännern als einzigartig. Wie beliebt die Schnitzereien von Peter Mahlknecht sind, zeigt sich nicht nur an der großen Nachfragen, sondern auch anhand der vielen Nachahmungen, die Holzkünstler in aller Welt anbieten.
Durch das stete Streben nach neuen, innovativen Motiven, entwickelt sich die Firma PEMA ständig weiter und bietet neben traditionellen Skulpturen, auch Figuren in modernen Designs an. Für die Herstellung werden nur die besten Berghölzer verwendet und in alter Tradition von Hand bemalt. Die hervorragende Qualität der Materialien, gepaart mit der liebevollen Verarbeitung, verleihen den Pema-Figuren einen bleibenden Wert und ihren ganz besonderen Charme. Kenner schätzen die natürliche Ausstrahlungskraft der Figuren, die vor allem für ihre besonders liebenswerten Gesichtsausdrücke bekannt sind.
Alex, Patrick, Ivo und Walter Mahlknecht
1990-91 - Alex, Patrick, Ivo und Walter übernehmen die Firma PemaDie vier Brüder stiegen zwischen 1990 und 1991 in das Familienunternehmen ein und führen es seither zusammen mit Ihren Eltern Peter und Gertrud. Ihr Motto: Das wirklich Schöne versinnbildlichen und damit Freude weitergeben.
Neue Betriebsstätte
1999: Fertigstellung des neuen Betriebsgebäudes1999: Fertigstellung des neuen Betriebsgebäudes in der Handwerkerzone direkt an der Hauptstraße in Pontives kurz vor St. Ulrich/Grödnertal